VideoCasting für Coaches – Rapid Prototyping

Einführung des conceptMarketeers:

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre im Bereich des Content Marketings für Coaches und Berater und den ersten erfolgreichen Gehversuchen im Bereich der Videoproduktion (Siehe Artikel “Der Videodreh zur Teamvorstellung von HBC“) war es an der Zeit, den ersten eigenen Beitrag zum Thema Podcasting für Coaches (und Berater) beizusteuern. Die größte Herausforderung bei der Erstellung eines eigenen Podcastes (neben der erwarteten Regelmäßigkeit der Beiträge) ist die unvermeidliche „Sichtbarwerdung“ vor Kunden. Während man bei Artikeln im eigenen Blog nur am Fuße des Beitrages mit einem daumennagelgroßen Foto und einer Kurzbeschreibung der eigenen Person auftaucht, sitzt man speziell bei einem Video-Podcast im wahrsten Sinne des Wortes auf dem „heißen Stuhl“. Sich dann im Nachgang selbst betrachten oder anhören zu müssen in dem Wissen, dass es einem (hoffentlich) hunderte oder besser tausende von möglicherweise völlig fremden Menschen gleich tun, bringt selbst Klienten von mir zum Schwitzen, die normalerweise ohne mit der Wimper zu zucken einen Workshop zur Mediation für ein total zerstrittenes Team in einem Unternehmen moderieren oder sich vor einen ganzen Hörsaal stellen, um ihre Sicht auf die Welt darzustellen.
Tatsächlich gehört ein gewisser Hang zur Selbstdarstellung gepaart mit einem stabilen Selbstbild dazu, hier den ersten Schritt zu gehen. Da ich selber gerne ganz vorne mit dabei bin, wenn es darum geht, Ratschläge zum Thema Selbstdarstellung zu verteilen, sehe ich mich jetzt auch in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen. In diesem Sinne habe ich zusammen mit meinem Freund und Kollegen Stefan Zahm mein erstes Video nach dem Rapid Prototyping-Verfahren gedreht, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie aufwendig so ein Dreh tatsächlich ist und wie ich selbst mich dabei fühle.

Rapid Prototyping

Rapid Prototyping (übersetzt schneller Modellbau) ist der Überbegriff über verschiedene Verfahren zur schnellen Herstellung von Musterbauteilen ausgehend von Konstruktionsdaten.
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Rapid_Prototyping

Podcasting

Podcasting bezeichnet das Anbieten abonnierbarer Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcasting und der Bezeichnung für bestimmte tragbare MP3-Spieler, iPod, mit deren Erfolg Podcasts direkt verbunden sind und die heute stellvertretend für jegliche tragbare MP3-Spieler stehen. Ein einzelner Podcast besteht aus einer Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Web-Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können.
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Podcasting

Der erste eigene VideoCast

Nachdem ich mit meinem Freund und Kollegen Robert Kosch schon Ende letzten Jahres das erste Mal über Videomarketing und die Vorteile dieser Kommunikationsform gesprochen hatte, war es jetzt vor drei Wochen endlich soweit. Wir unterhielten uns (wieder mal) am Telefon über dieses Thema, als Robert vorschlug, jetzt doch einfach sofort in medias res zu gehen. Statt wieder ewig nur zu planen und dann um einen Termin zu ringen, wollte er am darauf folgenden Tag bei mir vorbeikommen um timeboxed, also in maximal zwei Stunden, einen ersten Beitrag „runterzudrehen“. Seine Argumentation dafür war simpel: “Keiner meiner Klienten kann/möchte einen ganzen Tag professionelle Videoproduktion mit mehreren Kameras, Audio- und Beleuchtungsequipment sowie dann noch mal zwei Tage Postproduktion mit Schnitt und Feintuning bezahlen!”

Es gilt also jetzt den Beweis anzutreten, das man in einem kleinen Raum mit einem Stuhl, zwei Lampen, einem Stativ, einer (zugegebenermaßen nicht ganz billigen) Fotokamera von Nikon im Videomodus und einer nicht mehr ganz taufrischen Zimmerpflanze eine akzeptable Qualität erreichen kann. Die zugrunde liegende Geschäftsidee dabei ist einfach – Das Ganze später als Workshop für Roberts Kunden anzubieten, in dem sie lernen, in Zukunft ein solches Setup selber leisten zu können um mit einer übersichtlichen Investition Ihren eigenen Video-Podcast zu starten. Des Weiteren soll Videomarketing-Willigen mit höherem Anspruch, aber ohne Interesse an eigenem, teuren Equipment, auch die Möglichkeit geboten werden, die Produktion auszulagern und diesen Service in professionelle Hände (und zwar meine) zu geben – ohne jedoch ein Budget gleich dem eines Hollywood-Films aufbringen zu müssen. Denn Ziel ist auch hier, mit wenig Equipment und kreativen Lösungen den Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren.

Obwohl sich ein großer innerer Anteil meiner Person (nennen wir Ihn „den Perfektionisten“) massiv gegen diese hemdsärmelige Herangehensweise sträubte, fanden wir uns am folgenden Tag in meinem kleinen Büro im Nordhafen in Mainz wieder. Um das Experiment realistisch zu gestalten, war es mir von Robert streng untersagt worden, irgendeine Vorbereitung zu treffen (“Meine Kunden müssen das zu Hause auch hinbekommen!”). Also räumten wir in Rekordzeit eine Ecke frei, platzierten rechts und links eine einfache Videoleuchte, dekorierten die Zimmerpflanze hinter dem Stuhl und positionierten die Kamera im Türrahmen. Im Türrahmen deshalb, weil ich für die Aufnahme eine nicht allzu kurze, also weitwinkelige, Brennweite wählen wollte und dafür eben mehr Abstand zu Robert brauchte.

Zuerst wollte ich Robert doch noch breitschlagen, ein separates Tonaufnahmegerät für die Stimme heranzuziehen, weil ich befürchtete, dass in dem relativ kleinen und kahlen Raum Roberts tiefe Stimme ansonsten das Verständnis zu sehr beeinträchtigen würde. Am Ende haben wir uns aus Gründen der Aufwandsreduktion und damit auch aus Budgetgründen doch dagegen entschieden. Robert hat mir dafür versprochen, dass wir im kommenden Jahr noch mal eine Aufnahme nachschieben werden, in der wir dann hochwertigere Aufnahmevarianten für dieses Format testen werden.

Tatsächlich hatten wir dann nach etwas über einer Stunde die ersten beiden fehlerfreien Aufnahmen im Kasten! Ich hätte gerne noch mehr Material gedreht, aber Robert lehnte das mit Verweis auf den erhöhten Aufwand in der Postproduktion mit Sichtung und Zusammenschneiden der Aufnahmen ab. Hier war der Aufwand dann tatsächlich sehr übersichtlich. Der Ton war doch erstaunlich gut, Robert lieferte das Intro für die Aufnahme, den Abspann haben wir auf sein Logo und einen einfachen Schriftzug reduziert. Beides sind allerdings auch wiederverwertbare Elemente, die wir ab jetzt für jeden Podcast nutzen können. Auch hier habe ich mich auf die Schnittfunktionalität beschränkt, die auch kostenfrei erhältliche Videobearbeitungssoftware leisten kann.

Das Ergebnis unserer Bemühungen sehen Sie hier:

Robert und ich werden im kommenden Jahr noch weitere Beiträge zu diesem Thema posten, um für Sie einen noch besseren Zugang zu diesem sehr spannenden Thema zu schaffen. Wenn Sie jetzt schon Fragen an mich haben oder vielleicht einen eigenen Podcast planen, besuchen Sie mich auf meiner Webseite (http://www.herrzahm.de) oder schreiben Sie mir eine Mail: .

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