Die neuen integralen Karten – Das Making of: Part III

Rote Vielfalt

Wie bereits erwähnt, führt die Entwicklung der einzelnen Kartenmotive (Figuren) nicht immer in geradester Linie von Punkt A zu B. Oft gibt es Zwischenstufen, die sich im Fall der roten Karte sogar zu einem voll ausgewachsenen zweiten Figurenmotiv ausgewachsen haben.

Nachdem die Art der Figur, ihr Auftreten, Kleidung und Haltung feststanden, endete ich erst mit einem hellhäutigen Charakter. Er passte zum Thema Rot, aber relativ zügig entwickelte sich aus der selben Grundfigur mit der selben Pose und Kleidungswahl ein dunkelhäutiger Alternativcharakter. Da ich mich nicht entscheiden konnte, welcher der beiden Herren angemessener sein würde, traten beide den Endspurt an und ich kann im “Fall Rot” eine allererste volle Alternative in Sachen Figurenwahl anbieten.

Sicherlich waren meine eigenen tief im Kopf verankerten Stereotypen für die Wahl der Hautfarbe zuständig. Konsumierte Filme und andere Medien haben mich insofern beeinflusst, dass mir eine afroamerikanische Figur von Anfang an vorschwebte. Daher war die Erstwahl das kaukasischer aussehenden Herren ein Erstversuch, der sich für das Ausprobieren der Zweitvariante anbot.
Von Anfang an zweigleisig zu fahren habe ich nicht beabsichtigt. Insofern danke ich dem Zufall und wild herumirrenden Assoziationen in meinem Kopf für den doppelendigen Ausgang.

Grundformen

Am Beispiel der roten Karte kann ich sehr schön zeigen, das die endgültige Optik wesentlich von den verwendeten Texturen abhängt. Das zugrundeliegende Gittermodell ist bei beiden Figuren tatsächlich identisch. Man kann also an diesem Beispiel zeigen, dass es in unserer oberflächlichen Wahrnehmung zwar wesentlich auf die Hautfarbe, die Kleidung und die Accessoires ankommt, wir uns im Inneren aber oftmals ähnlicher sind als man meinen könnte ;-).

Alles Handarbeit!

Wie schon bei den vorigen Karten werden die Diagramme auf der Kartenrückseite für jede einzelne Kartenfarbe von Hand erstellt.
Das erste Mal bekam ich es hier mit einer komplexeren geometrischen Form zu tun, nämlich dem Stern. Wie seine schlichter angelegten Vorgängerelemente wurde auch er mit simplen Hilfsmitteln in Hexagon händisch erstellt.
Im Gegensatz zu den früheren Diagrammen jedoch konnte ich keine bereits angelegten und benutzen Elemente mit vernünftigem Zeitaufwand recyceln. Ein frischer neuer Entwurf war hier die beste und sauberste Vorgehensweise.

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